Protagonisteninterview zu „Sylnen“ von Ela Feyh

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Guten Morgen und herzlich willkommen bei der Großen Fantasywoche.

Heute darf ich die Hauptprotagonisten aus Sylnen von Ela Feyh interviewen.

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Hallo Lina

Vielen Dank, das du den weiten Weg von Crailsmur auf dich genommen hast um mich zu besuchen. Ich freue mich sehr dir einige Fragen stellen zu können.

  • Wer ist Lina und weshalb wurdest du zur Hauptprotagonistin von „Sylnen“?
    Eine schwer zu beantwortende Frage, wer man selbst ist, oder? Irgendwie fehlt einem dafür die objektive Art, um sich selbst beurteilen zu können. Ich kann lediglich das wiedergeben, was andere sagen. Einige halten mich für naiv, weil ich viele Dinge akzeptiere, ohne sie wirklich zu hinterfragen. Ansonsten wurde ich noch als extrovertiert, abenteuerlustig und temperamentvoll beschrieben. Und als lesesüchtig. Aber damit komme ich prima zurecht ;)Meine Mutter ist in gewisserweise Schuld daran, dass ich zur Hauptprotagonistin wurde. Hätte sie sich nicht in den Mann aus Crailsmur verliebt, wäre alles ganz anders verlaufen. Und bestimmt einfacher. Manchmal war es wirklich schon sehr schwierig, in einem Haus aufzuwachsen, das einfach nicht normal ist. In dem ständig seltsame Dinge geschehen. Vielleicht nehme ich deswegen viele Eigenartigkeiten hin. Man stumpft sozusagen gegen Paranormales ab. Deswegen war ich vielleicht auch nicht wirklich verwundert, als ich von der Welt Crailsmur erfahren habe. Und von Enerem. Insgeheim schien ich schon gewusst zu haben, dass es noch etwas anderes neben unserer Welt gibt.
  • Wie war deine Kindheit? Hattest du damals schon besondere Gaben?
    Wenn man Gelassenheit Anbetracht der kuriosen Dinge in meinem Elternhaus als Gabe bezeichnen kann, dann diese. Ansonsten war ich vollkommen „gabenfrei“.
  •  Warst du eher einzelgängerisch veranlagt oder hattest du einen großen Freundeskreis?
    Ein Einzelgänger war ich nie und werde ich auch nie werden. Dafür mag ich den Kontakt zu anderen Personen viel zu sehr. Einen „großen“ Freundeskreis hatte ich deswegen jetzt nicht, aber es gab immer Freunde in meinem Umkreis, auf die ich mich verlassen konnte und mit denen ich Pferde gestohlen hätte.
  •  Was waren deine Pläne, bevor du mit den Sylnen in Kontakt gekommen bist?Mein Studium zu beenden. Mir fehlten nur noch zwei Semester bis zum Bachelor. Und danach … Das ist eine gute Frage. Ich lasse die Dinge gern auf mich zukommen und kümmre mich dann erst drum, wenn sie direkt anstehen.
  •  Wie siehst du dein Verhältnis zum Divinkater Enerem?
    Eine gute Frage. Als … kompliziert. Man merkt eindeutig, dass er weder Mensch noch Dendalor ist. Und meist überhaupt nicht kompromissbereit. Ich bin ja schon froh, dass er mal etwas von sich aus erklärt oder mich auf etwas hinweist, ohne dass ich es ihm aus der Nase ziehen muss.Aber im Laufe der Reise hat er sich deutlich gebessert. Manchmal ist er geradezu gesprächig geworden.
  •  Inwiefern hat er sich im Laufe deiner Wanderung verändert?
    Wie schon erwähnt, ist er gesprächiger geworden. Und deutlich einfühlsamer. Zu Beginn war es ihm egal, wie ich mich fühlte oder in Crailsmur einlebte. Wie ich mit dem Land zurechtkam … Ich glaube, am liebsten wäre er eines Nachts einfach abgehauen.^^
  • Wie siehst du deine Wanderung durch Crailsmur? Was hat dich am meisten fasziniert?
    Crailsmur ist einfach … in Worten kann ich dieses Land wirklich kaum beschreiben; Es ist überwältigend, erstaunlich, fantastisch, unerwartet, beängstigend, überfordernd, … Ihr müsst es selbst erleben.
    Als ich es das erste Mal sah, war es wie ein Schlag in den Magen für mich. Einfach alles schien fremd: Die Wesen, die Pflanzen und es gab so manche seltsame Eigenheiten wie die leuchtenden Gebilde in den Pflanzen oder den Wiesenstrudel. Und dann diese Farben und Gerüche!
    Selbst der Himmel ist anders.
    Es gibt so viele Dinge, die mich in den Bann gezogen haben. Aber eines der eindrucksvollsten Ereignisse war das Fest der Lichter in der Baumsiedlung Almera. So etwas gibt es auf keinem anderen Planeten. Es war nicht nur berauschend zu betrachten, sondern … ich konnte regelrecht spüren, wie das Leben neu begann. Ein unglaubliches Gefühl.
  •  Welchen Eindruck machte Narms auf dich und was denkst du über die Bewohner?
    Ich war geschockt. Die gesamte Reise war auf diese Stadt ausgerichtet und dann das. Aber ich will nicht zu viel vorweg nehmen.
    Bis auf drei seiner Bewohner habe ich ja keinen kennengelernt, also kann ich auch kaum etwas zu ihnen berichten. Sie sind eben Dendalors. Uns schon ähnlich, aber dann doch wieder anders. Besonders die tiefe Verbundenheit zum Land habe ich ihnen am meisten angemerkt, verstanden habe ich sie bis heute aber nicht.
  •  Wer ist Lilien?
    Lilien … Ich weiß es nicht. Wirklich. Selbst nach den wenigen Tagen, in denen er erwacht ist, habe ich kaum ein Bild von ihm. Er scheint nicht gern zu reden.
  •  Hast du eine Vermutung, wer er sein könnte und weswegen du eine ganz besondere Bindung zu ihm hast?
    Nein, woher auch? Die Sylnen sprechen nur durch Empfindungen zu mir. Und die Dendalors und Enerem, mit denen ich gerade zusammenlebe, scheinen ihn auch kaum zu kennen. Sie wissen nur, welchen Position er bekleidete, doch was genau dies bedeutet, offenbarte mir bisher niemand. Nur, dass es eine wichtige Aufgabe ist und im Zusammenhang mit den Sylnen steht.
    Und die Verbindung, ja … Sie macht mir ehrlich gesagt Angst. Erst diese Bilder von ihm, dann ganze Visionen. Ich verstehe sie nicht, ebenso wenig wie die Gefühle, die mich, seit ich ihn gefunden habe, ehrlich gesagt manchmal beinahe um den Verstand bringen. Wie kann man so zu jemandem hingezogen sein, der so gut wie aus dem Leben geschieden war? Mit dem man kaum ein Wort gesprochen hat? Der so … aussah, wie er eben – gebrochen, verletzt. Kaum noch als Person zu erkennen. Jeden Tag stelle ich mir diese Frage, aber bisher hat sie sich nicht geklärt. Vielleicht brachten uns die Sylnen zueinander, aber warum? Das wird sich hoffentlich noch zeigen.
  •  Welche Pläne hast du in naher Zukunft? Spielen Enerem und Lilien in den Plänen eine Rolle?
    Auch wenn mich dieses Land wirklich fasziniert, trotz all seiner manchmal wirklich gefährlichen Eigenheiten, möchte ich wieder in mein altes Leben. Zu meiner Familie, meinen Freunden. Ich habe hier so viel Aufregendes erlebt, dass genügt für mein gesamtes Leben. Enerem werde ich ein wenig vermissen, aber Lilien … Er wäre der einzige Grund, weshalb ich in Crailsmur bleiben würde. Aber so wie er sich mir bisher gegenüber verhalten hat, scheint es ihm egal zu sein, was ich später tue.
  •  Was möchtest du Ela unbedingt noch mitteilen?
    Ela, wer ist Ela? Ich kenne keine Person mit diesem Namen. Ist es eine Bekannte von Lilien oder sogar Enerem? Obwohl ich mir kaum vorstellen kann, dass der Kater Freunde hat – er betont ja immer, er sei ein Einzelgänger und kein Rudeltier.

Vielen Dank für den schönen Einblick in die Persönlichkeit von Dir.

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4 Gedanken zu “Protagonisteninterview zu „Sylnen“ von Ela Feyh

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