Rezension zu „Rya: Begegnung“ von Marina Netzer

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Buchdetails:
Autor: Marina Netzer
Titel: Rya: Begegnung
Erscheinung: 18.12.2015
Verlag: Drachenmond-Verlag

Inhalt/Klappentext:
„Elea!“, schrie ich voller Angst und rannte zurück in den Garten.
Keine Spur von ihr oder sonst jemandem …
Die neunzehnjährige Rya lebt zusammen mit ihrer Ziehmutter Elea in einem kleinen, friedlichen Dörfchen.
Eines Tages begegnet sie ein paar seltsam aussehenden Männern, die es auf sie abgesehen haben. Als dann auch noch ihre Ziehmutter spurlos verschwindet, wird ihre heile Welt auf den Kopf gestellt. Zusammen mit ihrem Freund, macht sie sich auf die Suche nach Elea und trifft schließlich auf die Wächter. Können sie ihr bei der Suche helfen und warum sind diese fremden Männer hinter Rya her?

Meine Meinung:
Schöner Reihenauftakt. Leider nicht sehr tiefgründig geschrieben. Der Schreibstil lässt sich leicht lesen und ich bin nur durch das Buch geflogen. Die Protagonisten sind sympathisch, Leider fehlen mir bei ihnen ihre kleinen Ecken und Kanten. Sie stechen nicht aus der Masse heraus. Die Geschichte gefällt mir obwohl ich das Gefühl hatte es ist noch nicht ganz fertig. Der Abschluss ist sehr spannend und macht Lust auf mehr.

Mein Fazit:
Schöner Beginn jedoch etwas farblos. Ich freue mich dennoch auf die Folgebände und hoffe die Story zieht noch kräftig an.

Meine Bewertung:

3

Rezension zu „Die Brut – Sie sind da“ von Ezekiel Boone

Buchdetails:
Autor: Ezekiel Boone
Titel: Die Brut – Sie sind da
Erscheinung: 24.05.2017
Verlag: FISCHER Taschenbuch

Inhalt/Klappentext:
Etwas lebt. Und es vermehrt sich rasend schnell. Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. Kurz zuvor war ein merkwürdiges Summgeräusch zu hören. In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben. In China wird eine Atombombe gezündet. Angeblich versehentlich. In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche aus der etwas Schwarzes kriecht. Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung. Ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien. Nervenzerrende Spannung – Sie werden das Atmen vergessen!

Meine Meinung:
Schöner leicht thrilliger Roman. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig. Er lässt sich dennoch sehr gut lesen. Die verschiedenen Stränge machen das Buch einerseits interessant aber auch für den Leser wird es schwieriger der Story zu verfolgen. Die verschiedenen Protagonisten sind sehr interessant. Leider sind alle irgendwie farblos. Mir fehlt das Tiefgründige und ich kann aus der Vielzahl der Charaktere nicht die Hauptprotas herausfiltern. Die Beschreibung des Umfeldes fand ich sehr detailiert. Zum Glück wurden die Spinnen nicht sehr deutlich beschrieben. Der Verlauf der Geschichte ist sehr spannend und der Schluss ist sehr actionreich und lässt den Leser ziemlich unbefriedigt zurück.

Mein Fazit:
Ich habe mir mehr von diesem Thriller erwartet. Er konnte mir leider kein Gänsehautfeeling machen. Ich bin dennoch gespannt wie die Geschichte nach diesem fiesen Cliffhänger weitergeht.

Meine Bewertung:

3

Neuerscheinung „Notruf Deichklinik – Sommer friesisch-herb“ von Edna Schuchardt

Hallo liebe Leser und Leserinnen,

In der Deichklinik ist der Bär los. Begleitet Frau Dr. Zimmermann und ihre Kollegen bei der Arbeit.

Heute ist der 2. Band der Reihe Notruf Deichklinik im Klarant Verlag erschienen.

Ich wünsche ganz viel Spass mit dem Team der Deichklinik.


 

cover Notruf Deichklinik Band 2

Neuerscheinung: „Notruf Deichklinik – Sommer friesisch-herb“ von Edna Schuchardt im Klarant Verlag

Im zweiten Band der erfolgreichen Romanreihe haben Dr. Zimmermann und ihre Kollegen alle Hände voll zu tun. Rund um und in der Deichklinik geht es diesmal besonders turbulent zu.

Edna Schuchardt liebt und bereist Ostfriesland, vor allem Norddeich, seit über 30 Jahren. Der launige Roman aus dem Land der Gezeitenwechsel bietet auf gelungene Art und Weise beste Leseunterhaltung aus dem Klinikalltag und eine Story voller Eifersucht und hinterlistiger Pläne!
Zum Inhalt von „Notruf Deichklinik – Sommer friesisch-herb“:
Auf der Heimfahrt nach dem Norddeicher Sommerfest ist Ramona außer sich vor Eifersucht und Wut. Wieso haben die Männer nur Augen für Sabrina, dabei ist sie selbst doch viel hübscher! Ramonas Ausraster führt zu einem folgenschweren Autounfall. Doch anstatt dem Verletzten zu helfen, stiftet die Krankenschwester der Deichklinik ihren Ex Tonje zur Fahrerflucht an …

Zum Glück wird der Verletzte bald lebend entdeckt. Können Dr. Sarah Zimmermann und ihre Kollegen von der Deichklinik dem Mann noch helfen oder ist es bereits zu spät?

Ramona interessiert das Schicksal des Mannes indes wenig. Stattdessen schmiedet sie einen hinterlistigen Plan, der ihr endlich zu dem Reichtum und Status verhelfen soll, von dem sie schon so lange träumt …

Nach „Notruf Deichklinik – Liebe friesisch-herb“ (ISBN 978-3-95573-602-6) erscheint nun mit

„Notruf Deichklinik – Sommer friesisch-herb“ (ISBN 978-3-95573-638-5) der zweite Band der Romanreihe von Edna Schuchardt im Klarant Verlag. Das E-Book ist bei allen bekannten E-Book Shops wie Amazon (für den Kindle eReader), Apple iTunes (für iBooks), Thalia (für tolino), Weltbild, buecher.de, buch.de, Hugendubel, Kobo und vielen weiteren zum Preis von 2,99 Euro erhältlich.

Mehr Informationen zu „Notruf Deichklinik – Sommer friesisch-herb“ erhält der Leser hier

https://www.amazon.de/dp/B071J8TNCY sowie eine Leseprobe auf https://www.weltbild.de/artikel/ebook/notruf-deichklinik-sommer-friesisch-herb_23129783-1

Neuerscheinung „Nordseetod-Ostfrieslandkrimi“ von Ele Wolff

Servus liebe LeserInnen,

Heute darf ich euch auf eine Neuerscheinung aus dem Klarant Verlag aufmerksam machen.

Begleitet Privatdetektivin Henriette Honig bei der Lösung ihres 6. Falles mit dem Titel Nordseetod.

Liebe Grüße und viel Spass

 


 

cover Nordseetod PM

 

Neuerscheinung: Ostfrieslandkrimi „Nordseetod“ von Ele Wolff im Klarant Verlag

Privatdetektivin Henriette Honig ermittelt im Auftrag von Romy Andresen. Hat sie wirklich 15 Jahre im Gefängnis gesessen für einen Mord, den sie gar nicht begangen hat?

Die Leeraner Autorin Ele Wolff schickt ihre ostfriesische Kult-Detektivin Henriette Honig zum sechsten Mal an den Start. Mit realitätsnaher Detektiv-Arbeit versucht die sympathische Ermittlerin den weit zurückliegenden Mord an dem Geschäftsmann Rendert Andresen aufzuklären. Der Zufall bringt ihr den entscheidenden Hinweis in einem ungewöhnlichen Fall.

Zum Inhalt von „Nordseetod“:

Romy Andresen wurde in einem spektakulären Indizienprozess wegen des Mordes an ihrem Ehemann verurteilt. Nun ist sie nach 15 Jahren wieder auf freiem Fuß und will wissen, was damals wirklich geschehen ist. Sie ist sich sicher unschuldig zu sein, hatte aber damals wie heute erhebliche Gedächtnislücken. Henriette Honig wird beauftragt und macht sich auf Spurensuche. Doch je tiefer sie in den Fall eintaucht, umso merkwürdiger wird der. So wie es das Gericht festgestellt hat, kann der Ablauf nicht gewesen sein, aber ist Romy wirklich unschuldig? Vieles spricht auch gegen sie. Wird es der Privatermittlerin gelingen, die Puzzleteile zusammenzusetzen?
Nach den Ostfriesenkrimis „Das tote Kind“ (ISBN 978-3-95573-317-9), „Ostfriesisches Gift“ (ISBN 978-3-95573-347-6), „Stummes Herz“ (ISBN 978-3-95573-396-4) und „Mörderisches Emden“ (ISBN 978-3-95573-446-6), „Mordsplan“ (ISBN 978-3-95573-547-0) ist mit „Nordseetod“ (ISBN 978-3-95573-6367-8) der sechste Ostfrieslandkrimi aus der „Henriette Honig ermittelt“ – Reihe von Ele Wolff im Klarant Verlag erschienen.

Das E-Book kann bei allen bekannten E-Book Shops wie Amazon (für den Kindle eReader), Apple iTunes (für iBooks), Thalia (für tolino), Weltbild, buecher.de, buch.de, Hugendubel, Kobo und vielen weiteren erworben werden zum Preis von 3,99 Euro.

Mehr Informationen zu „Nordseetod“ erhält der Leser hier https://www.amazon.de//dp/B072JDWN47 sowie eine Leseprobe auf https://www.weltbild.de/artikel/ebook/nordseetod-ostfrieslandkrimi_23118604-1

Rezension zu „Ein ganz besonderer Weihnachtswunsch“ von Julia Williams

Buchdetails:
Autor: Julia Williams
Titel: Ein ganz besonderer Weihnachtswunsch
Erscheinung: 10.10.2016
Verlag: MIRA Taschenbuch

Inhalt/Klappentext:
Seine Mum hat Joe beigebracht, dass er nur zum Polarstern hinaufsehen und ihm seinen Weihnachtswunsch entgegenschicken muss. Dann wird er wahr. Doch jetzt ist sie tot, und Joe vermisst sie unendlich. Aber manchmal spürt er sie an seiner Seite, hört ihm zu, wenn er mit ihr spricht, da ist er sich ganz sicher – obwohl ihm niemand glaubt. Und dieses Weihnachtsfest möchte er nichts mehr, als dass sie noch einmal eine richtige Familie sind. Ob ihm der Polarstern auch diesen Wunsch erfüllen kann?

Meine Meinung:
Schöne Geschichte. Der Schreibstil gefällt mir gut. Die Geschichte ist ein Mix aus verschiedenen Thematiken. Die Protagonisten sind sympathisch und wirken ein wenig konfus. Leider waren sie für mich ein wenig zu oberflächlich. Der Aufbau der Story gefällt mir ganz gut. Hin und wieder hatte ich Probleme mit den Sprüngen in der Story. Der Schluss wirkte etwas gehetzt und war sehr vorhersehbar.

Mein Fazit:
Schöne Geschichte für zwischendurch. Die Thematik hätte mehr Gestaltungsmöglichkeit gehabt.

Meine Bewertung:

3

Rezension zu „Als die Bücher flüstern lernten“ von Felicitas Brandt

Cover als die Bücher flüstern lernten

 

Buchdetails:
Autor: Felicitas Brandt
Titel: Als die Bücher flüstern lernten
Erscheinung: 05.01.2017
Verlag: Impress

Inhalt/Klappentext:
**Wenn Feenstaub Geschichten lebendig macht…**   Als Waisenkind hat die 17-jährige Hope schon früh gelernt, niemandem außer sich selbst zu vertrauen. Mit Ausnahme von ihren Büchern natürlich und den Geschichten, die diese ihr zuflüstern. Bis sie eines Nachts in das Haus einer reichen Familie einbricht, um sich in deren riesigen Bibliothek zu bedienen, und bei ihrem Buch-Streifzug auf frischer Tat ertappt wird. Während Hope schon aus reiner Gewohnheit eine Abwehrhaltung gegenüber dem absolut nerdigen, aber zugegebenermaßen ziemlich süßen Jungen einnimmt, scheint dieser alles andere im Sinn zu haben, als sie zu verraten. Doch noch bevor Hope herausfinden kann, was genau es mit diesem Sam auf sich hat, werden sie unverhofft in eines der Bücher hineingezogen und landen… ja, wo eigentlich?

Meine Meinung:
Sehr spannende Fantasygeschichte. Der Schreibstil konnte mich von der ersten Zeile weg fesseln. Er ist leicht zu lesen und wirkt jugendlich. Teilweise Situationsbedingt ein wenig altmodisch. Diese Wechsel machen die Geschichte sehr interessant. Die Protagonisten gefallen mir sehr gut. Sie sind sympathisch und ergänzen sich sehr gut. Interessant finde ich wie die Gegensätze zwischen Hope und Sam dargestellt wurden. Die Autorin hat dabei ein wenig in die Klischeekiste gegriffen. Das Zusammenspiel der beiden Hauptprotas ist sehr spannend und nicht selten funkt es dabei gewaltig. Die Geschichte ist wundervoll aufgebaut. Ich finde es toll wie die verschiedenen Legenden in dieses Werk einfließen. Der Abschluss ist actionreich und enthält einen sehr schön gemachten Cliffhänger.

Mein Fazit:
Tolles Fantasyabenteuer mit ganz besonderen Protas. Sehr spannend und ein wenig unkonventionell. Ich kann es kaum erwarten den 2. Teil zu lesen.

Meine Bewertung:

5

Protagonisten-Interview zu „So weit uns Träume tragen“ von Christiane Lind

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Herzlich Willkommen,

zum letzten Tag der großen #romancewoche. Diese Woche hat es wirklich in sich. So viele tolle Aktionen und Beiträge.Cover so weit uns träume tragen

Ich,  Claudia vom Blog Diabooks78 und Liza vom
Blog Lizas Bücherwelt haben noch ein Interview mit den Hauptprotagonisten Paula, Luisa und Leonhard aus dem
Buch „So weit uns Träume tragen“ von Christiane Lind
vorbereitet.

Ich wünsche euch ganz viel Spass

 


Das Interview

 

[Wir, Doris, Liza und Claudia, befinden uns in New York. Gespannt warten wir auf die Protagonisten des Buches „So weit uns Träume tragen“. Nach etlichen Minuten warten, erblicken wir aus der Ferne, Paula, Luise, Leonhard und Valentino, sowie Jenny.]

Claudia, Doris und Liza: Hallo, herzlich Willkommen zu unserem Interview. Danke, dass ihr euch heute Zeit nehmt für unsere Fragen.

Liebe Claudia, Doris und Liza, wir freuen uns, dass wir nach der unglaublichen Reise hier angekommen sind und von euch empfangen werden.

Claudia: Beginnen wir einmal mit den leichten Fragen. [grinst] Wie würdet ihr euch gegenseitig mit nur 3 Wörtern beschreiben?

Paula und Luise schauen sich an und lächeln, während Leonard nur Augen für Luise hat.

Paula: Dann fange ich an. Luise ist kreativ, mutig und die tollste Freundin, die man sich wünschen kann

Luise, lächelnd: Paula ist impulsiv, geradeheraus und eine tolle Schauspielerin.

Leonard schüttelt den Kopf, weil die Damen sich nicht an die Vorgaben halten. Mit einem versonnenen Blick flüstert er: Luise ist großartig, wundervoll, liebenswert.

Luises Wangen erröten und sie hebt Jenny, die Schiffskatze, hoch, die sich fauchend wehrt. Daraufhin beschreibt Luise Jenny als durchsetzungsstark, kämpferisch und eine echte Katze, eben.

Paula hebt Valentino hoch, der Jenny anfunkelt. „Mein Kleiner ist süß, herzensstark und ein Kämpfer.“

[gespannt hören wir den Erklärungen zu und Liza setzt zur nächsten Frage an.]

Liza: Erzählt uns doch bitte, aus welcher Feder welcher Autorin ihr entsprungen seid? Warum hat sie euch ausgerechnet auf so ein Abenteuer geschickt?

[Überrascht sehen wir uns um, denn hinter uns ist Christiane Lind, die Autorin des Buches aufgetaucht und setzt zur Beantwortung dieser Frage an.]

„Chris, bist du so lieb, für Valentino einen Baum zu suchen?“ Paula drückt der sichtlich verdatterten Autorin die Hundeleine in die Hand. „Das sind unsere 15 Minuten Rampenlicht.“
„Na gut“, antwortete Christiane etwas schmallippig und wendet sich den Interviewerinnen zu. „Paula neigt zum Übertreiben, Schauspielerin, halt.“

Alle warten, bis die Autorin außer Sichtweite ist, dann setzt Paula zu einer Antwort an.

„Chris ist eigentlich eine nette, aber es gelingt ihr einfach nicht, einen kuscheligen Liebesroman zu schreiben. Als Luise und ich für die Rollen vorgesprochen haben, erwarteten wir eine Geschichte mit großer Romantik. Stattdessen bekamen wir einen Eisberg und Tote.“ Paula schüttelt den Kopf, so dass ihre blonden Locken elegant fliegen. Man merkt, dass sie diese Geste einstudiert hat. „Und mir hat sie den von Fahlbusch aufgedrängt …“
„Da sprichst du nur für dich“, unterbricht die brünette Luise ihre Freundin. „Ich habe auf der Titanic die Liebe meines Lebens gefunden.“
Sie wechselt einen langen, tiefen Blick mit Leonard, der diesen ebenso innig erwidert. Der romantische Moment wird leider durch das Fauchen der Schiffskatze unterbrochen, die endlich ihre Seite der Geschichte erzählen will.
„Also, ich bin ja nicht freiwillig und aus Abenteuerlust“, – ein verächtlicher Blick aus grünen Katzenaugen zu Paula und Luise, ein wohlwollender zu Leonard. „Genau wie Mr Rowe gehöre ich zum arbeitenden Teil der Menschheit. Nicht so wie die reichen Schnösel. Und ich bekomme viel zu wenig Aufmerksamkeit.“
„Entschuldige, da muss ich unterbrechen“, mischt sich Christiane Lind ein, die sich mit Valentino auf dem Arm herangeschlichen hat. Das weiße Hündchen zappelt, bis sie Valentino zu Boden lässt. „Soweit ich mich erinnere, sind die Träume der erste Titanic-Roman, der überhaupt einmal die Schiffskatze erwähnt.“
„Warum eigentlich?“, bellt Valentino, der eine sichere Entfernung zu Jenny einhält, die angelegentlich ihre Krallen säubert. „Hätte ein Hund nicht gereicht?“
„Das hätten mir meine Musekater nie verziehen“, muss die Autorin eingestehen. „Und ohne meine Museriche bin ich nichts.“
„Können wir bitte zu dem Baum auch noch gehen?“ Valentino schaut Christiane mit DEM Blick an. Natürlich kann sie nicht widerstehen und nimmt ihn auf den Arm.

[Nachdem die Autorin weiterspaziert ist, sie nimmt Valentino auf einen kleinen Spaziergang mit, geht es mit dem Interview weiter.]

Claudia: Wie kam es, dass ihr Valentino aufgenommen habt. War es nicht ab und zu ein Problem mit einem Hund auf engsten Raum zu leben?

„Jemand wollte den armen kleinen Kerl in einem Sack in der Spree ertränken.“ Paula schüttelt empört den Kopf. In einer dramatischen Geste legt sie beide Hände aufs Herz. „Das konnte ich doch nicht zulassen.“

„Was Paula verschweigt …“ Luise kuschelt sich eng an Leonard, der den Arm beschützend um sieBild Valentino legt. „ … ist Valentinos Zerstörungswut und Temperament. Manchmal kann er schon anstrengend sein, aber auch so süüüß.“
„Außerdem steckt er seine schwarze Nase in Dinge, die ihn nichts angehen.“ Jenny, die ihr graugestreiftes Fell geputzt hat, schaut auf. „Aber ich hab ihm schnell gezeigt, wer auf der Titanic das Sagen hat.“

[Liza und Doris flüstern leise miteinander und schon kommt wie aus der Pistole geschossen die nächste Frage.]

Doris: Paula, mich würde interessieren, wie dein Verhältnis zu deinen Eltern ist bzw. in der Kindheit war. Und wie es zu dieser so guten Freundschaft zwischen Luise und dir kam.

„Über meine Eltern möchte ich lieber nicht reden.“ Ein Schatten zieht über Paulas Gesicht. Luise streckt die Hand aus und nimmt die von Paula. Die beiden jungen Frauen sehen sich an. „Über Luise rede ich gern. Um ehrlich zu sein, hatte ich damals nicht viel Auswahl.“

„Hee!“ Spielerisch schlägt Luise nach ihrer Freundin. „Um bei der Wahrheit zu bleiben: ich habe das hochnäsige Fräulein mit Pferdeäpfeln beworfen.“

„Aber ich habe besser getroffen.“ Paula kräuselt die Nase. „Meine Mutter war vielleicht wütend, weil mein weißes Kleid so verdreckt war.“

„Und meine Mutter hat sich Sorgen gemacht, dass deine Eltern sie entlassen, weil ich mich so unbotmäßig benommen habe.“ Man merkt Luise an, wie viel ihr ihre Mutter bedeutet. „Sie hat verlangt, dass ich mich entschuldige.“

„Was du ja auch gemacht hast.“

„… und als du dich auch entschuldigt hast, obwohl das niemand von dir verlangt hat, wusste ich, dass unter dem weißen Kleidchen ein großes Herz schlägt.“

„Ach, hör auf.“ Paulas Wangen röten sich. „Lass uns von etwas anderem reden.“

Doris: Aber was hat dich, Paula bewogen den für die Oberschicht eher untypischen Beruf Schauspielerin zu ergreifen.

„Ich habe es immer geliebt, mich zu verkleiden.“ Paula lächelt, als würde in wunderschönen Erinnerungen versinken. „Als meine Oma  mich das erste Mal mit in ein Theater genommen hat – es war der Sommernachtstraum für Kinder –  da war ich sofort verloren.“

„Oh ja.“ Luise stöhnt gespielt auf. „Noch wochenlang musste ich mir deine Titania-Monologe anhören und der arme alte Hund musste Zettel spielen.“

„Meine Eltern haben gehofft, dass es nur eine Phase ist.“ Paula verzieht ihren hübschen Mund zu einem schiefen Lächeln. „Als ich den Traum vom Schauspielen nicht aufgeben wollte, haben sie gedroht, mich zu enterben. Als gäbe es da viel zu vererben.“

Ihr Tonfall wirkt so bitter und ihre Miene so düster, dass es angeraten scheint, das Thema zu wechseln.

Doris: Und Luise, war es für dich sofort klar, dass du Paula auf ihrem untypischen Weg begleitest, oder gab es da einmal Zweifel an deiner Loyalität?

„Mir ist es furchtbar schwer gefallen, meine Mutter zu verlassen.“ Luise schluckt, als müsste sie gegen Tränen ankämpfen. „Aber mein Traum war es, ist es, Mode zu entwerfen. Da erschien Berlin eine gute Wahl.“

„Deine Kostüme sind einfach göttlich“, flüstert Paula. Sie drückt die Hand ihrer Freundin. „Wenn ich je reich und berühmt bin, darfst nur du mich einkleiden.“

[Claudia lehnt sich ein bisschen vor und stellt die nächste Frage.]

Claudia: Wie kam es eigentlich dazu, dass ihr euch zu dieser Reise entschlossen habt? Es scheint mir ja nicht ein ganz alltäglicher Schritt gewesen zu sein und die Tickets waren sicher nicht billig?

Nun schaut auch Leonard, der bisher in Luises Schatten stand, auf und wirkt sehr interessiert.

„Wir mussten Berlin verlassen.“ Paula knetet ihre Unterlippe mit den Zähnen. „Alles ging auf einmal schief. Man hätte an eine Verschwörung glauben können.“

Sie lacht bitter auf und schaut Luise hilfeheischend an.

„Als wir dann die Erste-Klasse-Tickets geschenkt bekamen, haben wir nicht lange überlegt“, ergänzt Luise und zuckt mit den Schultern. „Würdet ihr zu so einem Luxuspräsent nein sagen?“

[Alle drei hören wie gebannt den Schilderungen der beiden zu, was uns eigentlich sofort zu der nächsten Frage führt.]

Claudia: Was habt ihr gefühlt, als ihr das erste Mal dieses riesige Schiff, die Titanic gesehen habt?

„Ich war etwas enttäuscht, weil das Schiff Verspätung hatte und es schon dunkel war.“ Paula verzieht den Mund. „Ich hätte so gern gesehen, wie es majestätisch in den Hafen einläuft.“

„Ich kam mir vor wie eine Hochstaplerin“, sagt Luise. „All die reichen Menschen in ihren prachtvollen Kleidern und teuren Koffern – und dazwischen wir beide …“

„Kennst du ein Schiff, kennst du alle“, mischt Jenny sich ein. „Viele Ratten und in der Kombüse ist der beste Platz.“

[Da bisher Leonhard noch nicht wirklich zu Wort kam, richtet Doris nun auch eine gezielte Frage an seine Seite.]

Doris: Leonhard, was hat dich bewogen auf Luise ein Auge zu werfen?

„Müsst ihr das wirklich fragen?“ Verliebt schaut Leonard Luise an, die seinen Blick erwidert. Die beiden sind wirklich füreinander gemacht. „Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass sie besser zu mir als zu den Erste-Klasse-Passagieren passt.“

„Und ich dachte, es wär mein unwiderstehlicher Charme.“ In gespieltem Bedauern schüttelt Luise den Kopf. „Oder wenigstens meine schönen Augen.“

„All das natürlich auch“, sagt Leonard und zieht sie zu sich heran. Der Kuss ist so heiß, dass  wir zur Seite schauen.

[Da wir jetzt schon ziemlich viel über das Leben der drei erfahren haben, möchten wir natürlich auch noch über das Unglück selber etwas erfahren.]

Claudia: Wie habt ihr das Unglück des Schiffes mitbekommen, habt ihr überhaupt im ersten Augenblick registriert, dass es sich um einen lebensbedrohlichen Unfall handeln könnte?

Bild Eisberg„Ich hatte gleich so ein komisches Gefühl.“ Jenny macht einen Katzenbuckel. „Aber auf unsereins hört ja keiner.“

Paula und Luise wechseln einen Blick. „Wir wollen ja nicht zu viel verraten, aber ich war – sagen wir mal – mit unerfreulichen Dingen beschäftigt.“ Paula hüstelt. „Das klingt furchtbar, aber der Zusammenstoß mit dem Eisberg kam mir sehr gelegen.“

„Ich dachte, es wär nur etwas Unwichtiges.“ Luise legt die Stirn in Falten, während sie überlegt. Sie schüttelt sich, als spürte sie immer noch die Kälte des Eiswassers. „Wie die meisten Passagiere habe ich fest geglaubt, die Titanic wäre unsinkbar.“

Leonard küsst sie auf die Stirn. „Nachdem ich begriffen habe, wie ernst es ist, war mir nur eins wichtig: Luise in ein Rettungsboot zu setzen. Und Paula natürlich.“

„Ich kann schon gut für mich sorgen“, winkt die ab. „Ich hab versucht, Luise zu finden und die Familie Wuttke, die in der dritten Klasse gar keine Chance hatte, von dem Unglück zu erfahren.“

Alle drei Menschen schweigen und man kann ihnen die überstandenen Strapazen ansehen. Jenny schließt die Augen, aber ihr Schwanz zuckt nervös.

 Liza: Sehnt ihr euch manchmal nach der Zeit auf dem Schiff oder bereut ihr es, auf dem Schiff gewesen zu sein?

„Puuh“, antwortet Paula. „Das ist eine schwere Frage. Es war eine unglaublich luxuriöse Reise, die ein schlimmes Ende nahm. Ich hätte mehr Menschen helfen müssen …“

„Das tragische Ende überschattet alles“, ergänzt Luise. Sie schaut Leonard an, der sagt: „Ohne die Titanic hätten wir uns nie kennengelernt. Das ist ein entsetzlicher Gedanke.“

Doris: Wie ist es euch bei und nach der Rettung ergangen?

„Luise und ich hatten Glück.“ Paulas Miene ist sehr ernst. „Wir bekamen einen Platz in den Rettungsbooten. Leonard erging es viel schlimmer.“

„Ich habe überlebt“, sagt er. „Mehr möchte ich dazu nicht sagen.“

„Ohne mich hätte der dumme Hund keine Chance gehabt“, mischt sich Jenny ein. Sie öffnet ihr Maul und gähnt. „Lebe im Moment, sage ich immer. Was vorbei ist, ist vorbei.“

 Claudia: Was blieb euch von der Zeit vom Untergang bis zur Rettung am meisten im Gedächtnis?

„Die Hilflosigkeit.“ Tränen schimmern in Paulas Augen. „Wir konnten nur ohnmächtig zusehen, wie das stolze Schiff auseinanderbrach und die armen Menschen mit in den Tod riss.“

„Die Angst um meine Lieben.“ Luise reibt sich die Oberarme, als friere sie. „Ich wusste nicht, ob Paula und Leonard in Sicherheit waren. Und die Hilferufe der Menschen, die im Wasser trieben.“

„Schlimmer noch war das Verstummen der Hilferufe.“ Leonard schluckt. Bild Jenny„Und die bange Frage, ob man selbst gerettet werden würde. Die Überlegung, einfach aufzugeben, damit man es hinter sich hat …“

Selbst Jenny, die vorgibt zu schlafen, öffnet ein Auge, um ihn zu mustern. Ihr Blick sagt uns deutlich, dass wir von ihr keine Antwort erhalten werden.

[Erschüttert blicken wir uns alle drei an und finden aber schnell wieder die nächste Frage.]

Liza: Was wäre wenn es nie zu dem Unglück gekommen wäre, würdet ihr dann heute so leben und denken wie ihr es heute macht oder meint ihr euer Leben wäre anders verlaufen?

„Ich achte das Leben mehr.“ Paula zwinkert uns zu. „Ich versuche, mich weniger über Kleinigkeiten zu ärgern und mehr auf das Schöne zu achten.“

„Ich sorge mich weniger um die Zukunft.“ Luises Lächeln ist zögernd, während sie ihre Antwort überlegt. „Oder um das, was sich schickt. Wenn das Glück kommt, greife ich danach.“

Sie umarmt Leonard, der die Umarmung erwidert. „Ich würde wohl noch weiter zur See fahren. Nein, Luise wäre ich an Land gefolgt.“

Jenny öffnet ihre Augen: „Fang jede fette Maus, das war schon immer mein Lebensmotto.“

Liza: War es eigentlich schwierig für euch nach dem Unglück zurück ins Leben zurück zu finden?

„Mich haben furchtbare Träume verfolgt“, flüstert Luise. „Träume vom Ertrinken, vom Untergang. Irgendwie fühlte ich mich schuldig, überlebt zu haben.“

Paula nickt bestätigend: „Ich habe mir Vorwürfe gemacht, dass das Rettungsboot nicht umgekehrt ist, um den Ertrinkenden zu helfen. Ohne Luise und Leonard weiß ich nicht …“

„Ich muss immer noch an meine Kollegen denken, die nicht überlebt haben. Viele von ihnen sind mir gute Freunde gewesen.“ Leonard hält den Kopf gesenkt und spricht sehr leise. „Ihren Familien zu schreiben, hat mir geholfen.“

Claudia, Doris und Liza: Wie werdet ihr eure Zukunft gestalten?

„Oh, wir haben unglaubliches Glück gehabt.“ Schon hat Paula ihr Lächeln wieder gefunden. „Molly Brown hat uns angeboten, uns zu unterstützen. Luise und ich versuchen einen Neuanfang hier in New York. Und Leonard und Valentino, selbstverständlich.“

„Immerhin werde ich noch vor dem Hund genannt“, spöttelt Leonard. „Und wir sollten Jenny nicht vergessen.“

Die springt auf und streicht ihm schnurrend um die Beine.

„Wenn wir unser Englisch aufpoliert haben, wird Paula zum Broadway gehen und ich zu einer Freundin von Molly, die ein Modeatelier besitzt.“ Luises Augen leuchten, als sie an ihre Zukunft denkt. „Leonard will Schiffsbau studieren, damit so etwas wie mit der Titanic nicht noch einmal geschieht.“

[Christiane Lind kommt wieder mit Valentino vorbei und wir lassen uns natürlich die Möglichkeit einer letzten Frage nicht entgehen.]

Claudia: Als letzte Frage würde mich noch interessieren, was ihr euch von der Zukunft wünscht und [an die Autorin gewendet] wird es eigentlich eine Fortsetzung über das neue Leben von Paula, Luise und Leonhard geben?

„Auch wenn sie mich  noch so erwartungsvoll anschauen, muss ich leider verneinen.“ Christiane hebt entschuldigend die Hände, was ihr dennoch vorwurfsvolle Blicke von Mensch, Hund und Katze einbringt. „Erst müssen andere Geschichten erzählt werden.“

 Claudia, Doris und Liza: Herzlichen Dank für das sehr interessante Interview.

Wir danken euch für die spannenden Fragen. Wunderbar, dass endlich mal wir um unsere Meinung gebeten werden.

 

Rezension zu „Apfelkuchen am Meer“ von Anne Barns

cover Apfelkuchen am meer

Buchdetails:
Autor: Anne Barns
Titel: Apfelkuchen am Meer
Erscheinung: 08.05.2017
Verlag: : MIRA Taschenbuch

Inhalt/Klappentext:
Der süße Duft des warmen Kuchens, der sich mit dem salzigen des Meeres vermischt, das ist für Merle das Aroma der Ferien ihrer Kindheit – das Aroma der Apfelrosentorte. Seit Generationen wird das geheime Rezept in Merles Familie weitergereicht. Als eine Freundin ihr erzählt, dass sie genau diese Torte in einem Café auf Juist gegessen hat, macht Merle sich spontan auf die Suche nach der Bäckerin. Unweigerlich führt ihr Weg sie zurück auf die Insel, wo noch mehr Geheimnisse verborgen liegen als nur ein Familienrezept.

Meine Meinung:
Sehr spannende und berührende Geschichte. Der Schreibstil ist locker und luftig. Er erinnert mich sofort an Sommer. Die Protagonisten sind sehr interessant. Ganz besonders gefällt mir Merle sie ist sehr sympathisch und hat das Herz am richtigen Fleck. Die Story gefällt mir sehr gut. Sie ist sehr spannend und lässt den Leser lange im dunkeln. Die Inselbewohner gefallen mir sehr gut. Sie sind wirklich füreinander da. Eine kleine verschworene Gemeinschaft. Die Liebesgeschichte wurde perfekt in die Story hineingeschrieben. Der Abschluss war für mich eine Überraschung und ich bin schon sehr gespannt ob die Geschichte um Merle und ihre Familie weitergeht.

Mein Fazit:
Super Sommerroman. Er bringt den Sommer ins Herz der Leser.

Meine Bewertung:

5

Rezension zu „Lost And Found In New York“ von Tanja Neise

cover Lost and Found in New York

Buchdetails:
Autor: Tanja Neise
Titel: Lost And Found In New York
Erscheinung: 01.11.2016  
Verlag:

Inhalt/Klappentext:
Wo ist Ally? Wie kannst du die Vergangenheit ignorieren, wenn sie plötzlich vor dir steht? Jahrelang war Ally nach dem Mord an ihrer Familie untergetaucht. Sie hat alles zurückgelassen und nicht damit gerechnet, John jemals wiederzusehen. Als der Gitarrist unvermutet in ihr neues Leben platzt und sich weigert, sie noch einmal gehen zu lassen, wehrt Ally sich verzweifelt gegen ihre nie verblassten Gefühle. Doch John ist nicht der Einzige, der nach ihr gesucht hat. Er trifft eine folgenschwere Entscheidung …

Meine Meinung:
Sehr schöner und kurzweiliger Roman. Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen. Der Schreibstil lässt sich leicht lesen und ich habe das Buch ohne Pause durchgelesen. Die Protagonisten sind sehr spannend. Sie sind sehr sympathisch und haben alle ihre ganz besonderen Eigenheiten. Sehr schön finde ich wie die Liebesgeschichte mit einem Kriminalfall verknüpft wird.
Ally ist mir wirklich sehr sympathisch. Sie wirkt äusserlich wie eine hartgesottene Dame aber hat einen weichen Kern. Bei John gefällt mir, das er trotz allem mit beiden Füßen fest verankert ist und nicht abgehoben wirkt. Die Szenen mit John und Ally sind einfach nur sehr prickelnd. Der Abschluss war sehr rasant und actionreich.

Mein Fazit:
Toller Sommerroman. Sehr kurzweilig und spannend.

Meine Bewertung:

4

 

Protagonisten-Interview zu „Nur eine Ewigkeit mit dir“ von Kristina Moninger

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Herzlich Willkommen,

der zweite Tag der großen #romancewoche hat wieder tolle Aktionen für uns bereit gehalten.

Einen weiteren Programmpunkt haben ich und meine Kolleginnen Nina vom Blog Blog – a – holic und Sarah vom Blog Bücher sind Freunde für euch vorbereitet.

Wir durften mit den Hauptprotagonisten aus dem Buch „Nur eine Ewigkeit mit dir“ von Kristina Moninger  ein Interview führen.

Ich wünsche euch ganz viel Spass


Das Interview

Bücher sind Freunde, Thoras Bücherecke, Blog-a-holic: Hallo liebe Kristina! Zunächst einmal vielen Dank, dass wir dein Buch vorab lesen durften. Natürlich sind uns dabei einige Fragen in den Sinn gekommen, die wir gerne deinen Protagonisten stellen möchten: Lilly/Lene, Jonas, Yolanda und Vincent! Wir hoffen, die Vier werden uns Rede und Antwort stehen 😉

Hallo ihr Drei! Schön, dass ich Lilly/Lene, Jonas und Yolanda dabei sein dürfen. Ich habe ein gutes Wort für euch eingelegt und die Vier fanden eure Fragen so gut, dass sie natürlich sofort zugestimmt haben.

Blog-a-holic: Dann möchte ich mal loslegen. Jonas, was verbindet dich mit Lene? Und wenn Du dich entscheiden müsstest, wäre es Lene oder doch Lilly?

Mit Lene verbindet mich etwas, das größer ist als ein Leben.  Ich kann mich zwischen Lilly und Lene nicht entscheiden, denn auch wenn sie in unterschiedlichen Zeiten leben, so ist ihre Seele doch die gleiche. Es macht keinen Unterschied, dass Lilly anders aussieht als Lene. Das, was ich an Lene und Lilly liebe, ist nicht äußerlich, es kommt von innen.

Bücher sind Freunde: Eine interessante Frage, mich würde noch interessieren, ob du auch Unterschiede zwischen Lilly und Lene siehst?

Oh ja, es gibt sehr viele Unterschiede. Lilly ist selbstbewusster als Lene und gleichzeitig unselbstständiger. Das, was beide voneinander unterscheidet ist die Zeit, die sie geprägt hat. Lene hat viel früher als Lilly lernen müssen, Verantwortung zu tragen und Lilly ist in einer Gesellschaft groß geworden, in der Frauen eine gleichberechtigtere Rolle spielen als zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Die Umstände haben ihren Charakter geprägt, ihre Seele aber, das was sie ausmacht, ist die gleiche.

Blog-a-holic: Lilly, was verbindet dich mit Lene? Siehst Du Parallelen oder doch eher Unterschiede zu Ihr?

Ich fühle mich Lene sehr nahe und vertraut. Schon von unserer ersten „Begegnung“ an. Denn das Leben hat uns beiden das gleiche Schicksal beschert: Wir haben unsere geliebte Mutter verloren. Wir haben viele Parallelen, wir lieben Bücher, sind Familienmenschen und haben das große Glück, tiefe Liebe für andere empfinden zu können. Dennoch glaube ich, dass Lene stärker ist als ich und vielleicht auch ein wenig mutiger. Für ihre Zeit und ihre Herkunft war sie ein außergewöhnlich wissbegieriges und tolerantes Mädchen. Zu erfahren, wie sie die schweren Umstände der Zeit gemeistert hat, hat mir sehr geholfen meine eigenen Probleme anzugehen.

Blog-a-holic: Lilly, wie gehst du mit dem Gedanken um, dass es nach dem Tod ein weiteres Leben gibt? Kannst Du dir vorstellen schon einmal gelebt zu haben?

Zunächst konnte ich das nicht. Da war einfach nur so viel Leere. Zuviel Leere in mir um glauben zu können, dass es etwas gibt, was diese Leere ausfüllt. Als Jonas mir dann aber gezeigt hat, dass die Liebe unsterblich ist, habe ich großen Trost darin gefunden, dass wir ein Leben nur verlassen um ein anderes zu beginnen. Die Liebe ist das Band, das die Zeiten fest umschließt, ohne dass der Tod etwas dagegen ausrichten kann.

Thoras Bücherecke: Was siehst du in Jonas, Lilly? Welche Besonderheiten an ihm gefallen dir und machen ihn für dich so wichtig?

Jonas macht mich glücklich. In Jonas‘ Gegenwart ist mein kaltes Herz auf einmal wieder warm. Er bringt das Leben zu mir zurück. Er hört mir zu, er stellt die richtigen Fragen und meine Antworten sind ihm wichtig. Ich liebe seine Augen, den Ausdruck tiefen Verständnisses und ehrlicher Zuneigung darin. Doch viel mehr als all das Äußerliche ist es die tiefe Vertrautheit zwischen uns, die ihn bereits nach kurzer Zeit so unendlich bedeutsam für mich macht.

Blog-a-holic: Jonas, Was ist für dich der größte Unterschied zwischen Menschen und Dir? Und was gefällt Dir an deinem Leben? Yolanda und Vincent, wie seht ihr das?

Jonas: Die Menschen leben im Hier und Jetzt ohne die Möglichkeit einen Blick zurück zu werfen oder nach vorne. Wir dagegen springen ständig hin und her. Wir leben zwischen den Zeiten und lesen zwischen den Zeilen. Und so oft wünsche ich mir einfach nur, dazuzugehören und nicht nur ein Zuschauer zu sein. Für Lilly wäre ich so viel lieber ein Mensch als ein Zeitenmittler. Für Lilly würde ich es aufgeben, frei zu sein.

Yolanda und Vincent: Menschen sind in einen Körper gezwängt, wir können uns viel freier bewegen. Wir können sein, was immer wir sein wollen. Wir mögen es, nicht an einen Ort und eine Zeit gebunden zu sein.

Bücher sind Freunde: Yolanda, nun möchte ich Dich etwas fragen. Was bedeutet Jonas dir? Welche Rolle spielt er in deinem Leben?

Jonas ist mein Sohn. Ich bin nicht seine leibliche Mutter, aber ich fühle all das was eine Mutter für ihr Kind fühlt. Diese einzigartige Mischung aus unbändiger Liebe und größtmöglicher Sorge. Jonas spielt in meinem Leben die Hauptrolle, ich lebe nicht nur mit ihm, ich lebe auch für ihn.

Thoras Bücherecke: Ich schließe mich mal direkt an: Yolanda, welche Besonderheiten machen Jonas für dich aus?  Was siehst du in ihm?

Jonas ist noch nicht so lange ein Zeitenmittler wie ich. Er hängt zu sehr im irdischen Leben und die Menschen spielen eine gefährlich große Rolle für ihn. Eine ganz besonders. Wenngleich ich mich deshalb sehr um ihn fürchte, so bewundere ich ihn auch dafür. Dafür ein Kämpfer zu sein, dafür nicht immer den einfachsten Weg zu gehen und dafür für seine Gefühle voll und ganz einzustehen.

Thoras Bücherecke: Und nun auch dieselbe Frage an dich, Vincent. Welche Rolle spielt Jonas in deinem Leben? Und wie siehst du die Verbindung von Jonas und Lilly?

Jonas ist wie ein Bruder für mich. Wir brauchen nicht viele Worte zwischen uns, um uns zu verstehen. Er und Yolanda sind für mich meine Familie. Deshalb habe ich große Angst um ihn, als er Lilly kennenlerne. Yolanda und ich mussten schon einmal tatenlos zusehen, wie die Liebe Jonas großen Schmerz zugefügt hat. Das wollen wir nicht noch einmal erleben. Ich möchte ihn schützen, wie ein großer Bruder das mit seinen Geschwistern tut.

Blog-a-holic: Lilly und Jonas, Ringelnatz hat euch beide geprägt. Was ist es, das euch an ihn und seinen Versen fasziniert?

Ringelnatz ist so viel mehr als ein Dichter, der witzige Reime schreibt. Hinter jeder Zeile steckt eine zweite. Hinter vielen Versen tiefgründige Gedanken. Ringelnatz hat uns durch die Zeiten begleitet und bleibt zeitlos herausragend.

Bücher sind Freunde: Lilly und Jonas, gibt es vielleicht noch weitere Dichter und Denker, die euch geprägt haben?

Wir lieben beide Rilke und Kästner und allgemein deutsche Lyriker.

Bücher sind Freunde: Yolanda, Vincent und Jonas: Was macht für euch das Zeitenmittlerdasein aus/besonders?

Yolanda: Für mich ist es eine heilige Pflicht. Mein Beitrag dazu, das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.

Jonas: Wir sind ein winziges Rädchen im Getriebe, eines das niemand wahrnimmt. Wir jonglieren zwischen den Zeiten und sind dadurch in der Lage unbemerkt und ungesehen Gutes zu tun. Ich liebe die Menschen und gerade deswegen hadere ich mit meiner Bestimmung ein Zeitenmittler zu sein. Weil ich einen Menschen, Lilly, besonders liebe und ich das ganz einfach nicht darf, ohne Unglück über uns alle zu bringen.

Vincent: Menschen sind faszinierende Wesen. Und doch so dumm. Sie wiederholen Jahrzehnte, Jahrhunderte lang die immer gleichen Fehler. Manchmal gelingt es uns sie unbemerkt zu belehren, das sind gute Momente, das ist der Zweck meines Daseins.

Bücher sind Freunde, Thoras Bücherecke, Blog-a-holic: Vielen Dank, dass ihr für unsere kleine Fragerunde Zeit gefunden habt und sie so ehrlich beantwortet hat. Uns hat eure Geschichte wirklich sehr gut gefallen und wir hoffen, dass es nicht die letzte Geschichte um Zeitenmittler von Kristina Moninger war.

Gerne, es war uns eine Ehre.